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Frauen I - Eintracht Frankfurt 3:2 (1:2)

Gelungener Rückrundenstart mit kurzem Hänger

Die Frauen des 1. FC Nürnberg gewannen am Sonntagnachmittag zum Rückrundenauftakt in der Regionalliga Süd mit 3:2 (1:2) gegen Eintracht Frankfurt. Vor 110 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Valznerweiher drehte der FCN einen frühen 0:2-Rückstand. Am Ende war das Resultat sogar noch schmeichelhaft für den Tabellenneunten aus Hessen.
In den ersten Minuten sah es keineswegs nach einem Sieg für die Heimelf aus. Zu ängstlich und verunsichert agierten die Cluberinnen und luden die Gäste regelrecht zum Toreschießen ein. Nach einem Pass von Juliana Franke in die Schnittstelle stand Selina Dambier frei vor Michelle Pistoia und konnte ihre Mannschaft aus abseitsverdächtiger Position mit 0:1 in Führung schießen (9.).
Nachdem Katharina Eisen nur zwei Minuten später den Ausgleich ausließ, schlugen die Gäste erneut zu: Nach einem dummen Foul in der gegnerischen Hälfte gab es Freistoß für die Eintracht in Person von Vivian Tobollik. Eigentlich war genug Zeit für die Abwehr, den Ball zu klären, doch die langen Augenblicke, in denen das Spielgerät in der Luft war, reichten der Hintermannschaft aus Nürnberg nicht. Und so stand erneut Selina Dambier wieder frei vor Michelle Pistoia und vollendete zum 0:2 (12.).
Die Antwort der Nürnbergerinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nur zwei Minuten später konnte Leonie Vogel ihre Mannschaft zum ersten Mal jubeln lassen. Nach einem Eckball konnte Frankfurt zunächst klären, doch Sina Zimmermann spielte den Ball hinter die Abwehr und die einlaufende Leonie Vogel ließ Aline Allmann im Gästetor keine Abwehrchance (14.). In der Folgezeit schien der Club endlich in der Partie angekommen zu sein, spielte nun druckvoll nach vorne und war hinten hellwach. Vor dem Seitenwechsel hätte durchaus noch der Ausgleich fallen können, doch die Heimelf stand zu tief in der Hälfte der Gäste und nahm sich dadurch selbst die Anspielmöglichkeiten weg.

Nach der Pause übte der FCN noch mehr Druck aus, zeigte sich lauffreudiger und agierte nicht mehr auf einer Linie. Doch die Tore ließ man wie so oft erst einmal vermissen. Katharina Eisen, Marissa Schultz oder Nicole Munzert hatten klare Einschussmöglichkeiten, brachten jedoch den Ball nicht im Gästegehäuse unter. Nicole Munzert schaffte es im dritten Anlauf dann doch und erzielte den verdienten 2:2-Ausgleich für Nürnberg.
Nach einem tollen Zuspiel von Marissa Schultz konnte die Stürmerin das Spielgerät wuchtig und hoch im langen Eck versenken (63.). Von den Adlern aus Frankfurt kam außer weiten Bällen nun nichts mehr. Nürnberg drückte nun vehement auf die Führung. Nach einer schönen Aktion über Sabine Fabritius und Luisa Richert kam erneut Nicole Munzert an den Ball. Sie dribbelte in den Strafraum und konnte nur durch ein klares Foulspiel gestoppt werden. Doch der Pfiff der sonst gut leitenden Schiedsrichterin Lena Wöllmer vom SC Wallerstein blieb zum Erstaunen aller Beteiligten aus.
Die Heimelf investierte weiterhin viel und zeigte eine gute Mannschaftsleistung, die dann auch mit dem Siegtreffer belohnt wurde: Melissa Ludewig konnte die Gästeabwehr aushebeln und Leonie Vogel auf die Reise schicken. Mit ihrem zweiten Treffer des Tages zum 3:2 brachte Leonie Vogel ihre Truppe auf die Siegerstraße (75.). In den letzten Minuten verpasste es der Club, das Ergebnis noch nach oben zu schrauben. Am Ende musste noch einmal gezittert werden. Als das Gästeteam zwei Eckbälle auf ein und dieselbe Art und Weise spielte, konnte Michelle Pistoia sich beweisen und hielt den Sieg fest.

Trainer Kevin Schmidt zeigte sich zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft: "Wir haben heute einen schlechten Start hingelegt. Binnen drei Minuten zwei solche individuellen Fehler zu machen und damit eigentlich schon auf die Verliererstraße zu geraten, ist leichtfertig und nicht akzeptabel. Das hat natürlich unserem Matchplan nicht gut getan und es ist genau das eingetreten, was wir kurz vor dem Spielbeginn noch besprochen hatten. Umso erfreuter bin ich über die Moral und den Willen der Mannschaft. Es war eine gute Mannschaftsleistung und jeder hat sich nie aufgegeben. Nur so kann man solche Spiele gewinnen. Wir haben die ersten drei Punkte auf der Habenseite verbucht, doch wurden uns viele Dinge aufgezeigt, an denen wir ansetzen müssen."

Der 1. FC Nürnberg spielte mit:
Michelle Pistoia - Melissa Ludewig, Sina Zimmermann, Katharina Rupp, Sina Bach (55. Simone Grimm) - Luisa Richert, Sabine Fabritius - Leonie Vogel (86. Tanja Lehnes), Marissa Schultz - Katharina Eisen (76. Marina Büttel), Nicole Munzert (90. Helena Sinke).