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Frauen I - SV Jahn Calden 2:2 (1:1)

Punktgewinn beim Tabellenvierten durch Teamleistung

Foto vom Hinrundenspiel

Die Frauen des 1. FC Nürnberg trennten sich am Ostermontag in der Regionalliga Süd unentschieden mit 2:2 (1:1) vom Tabellenvierten TSV Jahn 1891/07 Calden.
Nur zwei Tage nach dem Pokalfight in Eicha ging dieses Nachholspiel, das zuvor zweimal von der Heimelf abgesagt wurde, vor 140 Zuschauern auf einem sehr schlechten Platz bei allerdings gutem Wetter über die Bühne.
Der Jahn war von Beginn an um Ruhe und Sicherheit bemüht und überließ den Gästen das Spiel und vor allem den Ball. Zwar hatte man die ersten Minuten 70 Prozent Ballbesitz, tat sich aber gegen die Heimelf schwer und konnte sich keine nennenswerte Chance erspielen. Die Schüsse aus zweiter Reihe waren zu ungefährlich und kein Problem für Annika Fengler im Heimtor. Die Hessen spielten taktisch sehr clever und lauerten auf Fehler der Franken. Calden überließ den Gästen mit ihrem 4-4-2-System immer den Spielaufbau über eine Innenverteidigerin und schob dann geschickt zu. Durch diese Art und Weise konnte man den Gästen immer wieder den Ball abnehmen und gefährlich umschalten.
Die ersten zwei Konterversuche konnten von Sina Bach und Sina Zimmermann noch gestoppt werden. Der dritte allerdings war dann die 1:0-Führung für Calden: Bei einer Überzahlsituation ließen die Gastgeberinnen den Clubfrauen keine Chance und konnten durch Johanna Hildebrandt zur verdienten Führung einschießen (13.). Nürnberg war direkt um eine schnelle Antwort bemüht, tat sich aber im letzten Drittel der kompakten Hintermannschaft aus Calden sehr schwer.
Als man schnell und einfach nach vorne spielte, gelang auch sofort der Ausgleich: Helena Sinke spielte tief auf die herauskommende Nicole Munzert. Diese ließ auf Luisa Richert klatschen und deren Ball am Flügel fand Melissa Ludewig. Melissa Ludewig ließ noch eine Gegenspielerin aussteigen und flankte auf Leonie Vogel. Diese nahm den Ball perfekt an und konnte ihn volley in die Maschen zum 1:1-Ausgleich schießen (25.).
Bis zum Seitenwechsel hatte Calden noch einen gefährlichen Abschluss. Michelle Pistoia im Clubtor konnte stark halten und so ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Nach der Pause änderte sich das Spiel ein wenig. "Calden stellte um, weil sie die Räume immer zulaufen mussten und dafür die Lücken irgendwann zu groß wurden. Wir haben in der Pause unsere Fehler angesprochen und unser Spiel umgestellt. So konnten wir mehr Druck ausüben und liefen nicht mehr Gefahr, in die Konter der Heimelf zu laufen", so Trainer Kevin Schmidt. Dies sollte sich bemerkbar machen. Die Mannschaft vom Valznerweiher hatte den Gegner nun besser im Griff und spielte sicherer im Spielaufbau. Der Ball zappelte kurze Zeit später auch wieder im Netz, allerdings im falschen. Calden schaltete schnell um, doch eigentlich hatte Nürnberg gut gegen den Ball gearbeitet und war in Überzahl. Doch ein schönes Zuspiel von Arlene Rühmer fand erneut Johanna Hildebrandt, die frei vor Michelle Pistoia auftauchte. Ihr Schuss prallte vom Pfosten zurück in das Spielfeld und sie nahm den Rebound selbst und traf zur 2:1-Führung für Calden (64.).
Der Club war nur kurz geschockt und übernahm sofort wieder das Kommando. Nun wurden auch bessere Möglichkeiten erspielt. Aber leider verpassten Nicole Munzert und Luisa Richert knapp und es blieb noch beim Rückstand. Besser machte es dann erneut Leonie Vogel: Nach einem schönen Pass in die Schnittstelle der Caldener Abwehr überlupfte sie die Torfrau Annika Fengler und konnte erneut ausgleichen (68.).
Spätestens ab jetzt hatte der Club das Momentum auf seiner Seite und wollte unbedingt gewinnen. Angriff über Angriff rollte auf das Caldener Tor und es war nur eine Frage der Zeit, bis es klingeln würde. Nach einem Freistoß köpfte Sabine Fabritius das Leder nur an die Latte und einen Freistoß von Leonie Vogel konnte Annika Fengler mit einer sehr starken Parade noch aus dem Eck kratzen. Die weiten Bälle von Calden wurden von der Nürnberger Hintermannschaft nun allesamt abgefangen. Es wurde nicht mehr gefährlich, das Spiel endete 2:2.

Trainer Kevin Schmidt: "Wir können sehr stolz auf die Mannschaft sein. Alle Spielerinnen haben heute einen guten Fight geliefert und trotz des Pokalspiels in den Knochen einen sehr hohen Aufwand betrieben. In der ersten Hälfte haben wir es Calden viel zu einfach gemacht und zu unüberlegt gespielt. Nach dem Seitenwechsel hat die Mannschaft nochmal eine Schippe draufgelegt und mächtig Gas gegeben. Uns ist es zweimal gelungen, einen Rückstand zu drehen und wir hatten am Ende sogar noch die Kraft, die Entscheidung erzwingen zu wollen. Unterm Strich ist es ein gerechtes Unentschieden für beide Mannschaften. Zum Glück hat sich unser Team für seinen Aufwand mal mit Toren belohnen können und sie haben gesehen, dass sie es können."

Gelbe Karten: Fabienne Schlieper (Foulspiel, 78.) - Sabine Fabritius (Foulspiel, 36.).

Der 1. FC Nürnberg spielte mit:
Michelle Pistoia - Sina Bach, Katharina Eisen (46. Simone Grimm), Sabine Fabritius, Melissa Ludewig, Nicole Munzert (85. Anna-Maria Exner), Luisa Richert, Helena Sinke, Kim Urbanek, Leonie Vogel, Sina Zimmermann.