Zum Hauptinhalt springen

Niederlage in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2015/2016 mit 4:1 (2:0) beim SV Hegnach 1947

Fokus liegt jetzt auf Ligastart

Die Frauen des 1. FC Nürnberg verloren am Sonntag in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2015/2016 mit 4:1 (2:0) beim SV Hegnach 1947.
Die Partie beim letztjährigen Vizemeister der Verbandsliga Württemberg wollten 400 Zuschauer sehen. Durch einen 4:0-Sieg gegen den Regionalligisten FV Löchgau 1946 im Finale des württembergischen Verbandspokals qualifizierte sich die Heimelf für den DFB-Pokal. Die Clubfrauen, die heute einen ganz schwachen schwarzen Tag erleben sollten, waren als bayerischer Titelträger also vorgewarnt. Der Zwei-Klassen-Unterschied machte sich nur in der Form bemerkbar, dass der Fünftligist den Drittligisten phasenweise vorführen konnte.
Bereits in der 11. Spielminute konnte Sara Reichel nach einem Pass von Selina Schindler zum 1:0 einnetzen, nachdem die Nürnberger Innenverteidigung einen eigentlich harmlosen Ball im Tiefschlaf nicht stoppen konnte. In der 27. Minute erhöhte Natalie Baumann nach einer Vorlage von Laura Bonuso zum 2:0-Halbzeitstand.
Eine hochverdiente Führung für die motivierten und mutigen Gastgeberinnen. Erst nach dem Halbzeitpfiff wachte der FCN allmählich auf und kam besser in die Partie. Knackpunkt dieser war jedoch ein unberechtigter Platzverweis nach einem angeblich rohen Spiel von Marissa Schultz (61.). Da die Heimkeeperin Simone Holder den Ball zunächst nicht kontrollierte, wollte Marissa Schultz diesen von ihr erobern. Zu einem leichten Oberkörperkontakt kam es nur, weil Simone Holder Marissa Schultz aktiv entgegen ging und sich in diesem Moment theatralisch fallen ließ. Eine höchst unsportliche Aktion, zumal sich Simone Holder danach für ihre vermeintlich clevere Schauspielkunst feiern ließ und den Gegner verhöhnte. Die schwache Schiedsrichterin Silke Fritz, die nichts gesehen hatte, gab später in ihrem Bericht an, dass Marissa Schultz Simone Holder getreten hätte. Silke Fritz untermauerte ihr Nicht-auf-der-Höhe-sein noch damit, dass sie zunächst sogar Marina Büttel fälschlicherweise die Rote Karte zeigte. Marissa Schultz wird nun voraussichtlich für zwei Pokalspiele gesperrt.
Zwei Minuten später kam der endgültige Knockout, als erneut Sara Reichel nach einem Zuspiel von Lena Waldenmaier das Tor zum 3:0 gelang (63.). Doch trotz der Unterzahl bestimmten die Gäste aus Nürnberg nun das Spielgeschehen. Bei den Gastgeberinnen ließen verständlicherweise langsam die Kräfte nach. Als Marina Büttel mit einem Nachschuss nach einem Pfostentreffer von Leonie Vogel in der 82. Minute endlich den 3:1-Anschlusstreffer gegen die mit Mann und Maus verteidigende Heimelf markierte, war es jedoch schon zu spät. Da störte dann auch das 4:1 in der Nachspielzeit nicht mehr, als Lena Waldenmaier den Ball nach einer Ecke von Selina Schindler einköpfen konnte (90.+1).
Insgesamt gesehen war es ein verdienter Sieg des Underdogs, der im ersten Spielabschnitt von einem zu trägen und unkonzentrierten Club stark gemacht wurde. Ein schlechtes Spiel ist jedoch noch keine schlechte Saison und so gilt es nun, die Niederlage schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen. Denn bereits am kommenden Sonntag treten die Frauen vom Valznerweiher im Achtelfinale des DFB-Pokals auf bayerischer Landesebene beim Landesliga-Aufsteiger Post-SV Nürnberg an und können das erste Ausrufezeichen setzen, um den Pokal am Ende vielleicht zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen.
FCN-Trainer Norbert Frey: "Der verdiente Sieger heißt Hegnach, da gibt es nichts daran zu rütteln. Bei uns lief heute alles schief, was schieflaufen kann. Im Endeffekt hat keine einzelne Spielerin versagt, sondern die Mannschaft kollektiv. Hegnach war besser drauf und präsenter. Wir müssen jetzt unsere Lehren daraus ziehen und konzentrieren uns auf den Ligastart."

Gelbe Karten: Julia Deißler (Unsportlichkeit, 59.), Isabel Ulrich (Foulspiel, 62.), Simone Holder (Unsportlichkeit, 82.) - Helena Sinke (Foulspiel, 9.), Anna Wachal (Foulspiel, 40.), Luisa Richert (Foulspiel, 56.).
Rote Karte: Marissa Schultz (Foulspiel, 61.).

Der 1. FC Nürnberg spielte mit:
Michelle Pistoia - Anna-Maria Exner (74. Svenja Meißner), Helena Sinke (69. Jessica May), Marina Büttel, Simone Grimm - Sabine Fabritius, Gina Steiner - Nadine Brunner, Luisa Richert, Marissa Schultz - Anna Wachal (40. Leonie Vogel).